Mit 22 heiratete ich, wurde Mutter von zwei Kindern und trug ein
Leben nach außen, das stabil wirkte. Innen jedoch wurde es immer
enger. Ich funktionierte, hielt zusammen und verlor mich dabei
fast.
Mit 26 traf ich eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens:
Ich ließ los, was nicht mehr stimmig war. Nicht aus Scheitern,
sondern aus Selbstachtung. Ich entschied mich für Freiheit statt
Fassade, für Wahrheit statt stilles Aushalten.
Ein Moment im Serengetipark wurde für mich zum Bild dieser alten
Überlebensstrategie: alles alleine tragen. Danach begann ich,
neu zu wählen. Ich regulierte mein Nervensystem, nahm Hilfe an,
baute mit meinen Kindern ein neues Zuhause und lernte, dass
Leichtigkeit kein Luxus ist, sondern ein Weg zurück zu mir.